Wie wirkt Histamin in unserem Körper?
Histamin ist eine Substanz, die vom Körper selbst produziert wird. Es hilft bei der Übertragung von Signalen zwischen Zellen und spielt außerdem eine wichtige Rolle im Immunsystem. Histamin wird in speziellen Zellen, den sogenannten Mastzellen, gespeichert. Diese Zellen befinden sich im gesamten Körper, unter anderem in der Haut, den Atemwegen und im Darm.
Eigene Histaminproduktion
Der Körper kann Histamin aus Histidin, einem Baustein von Proteinen, herstellen. Diese Produktion findet in bestimmten Zellen statt, unter anderem im Darm, im Magen und in der Haut. Für die Umwandlung in Histamin sind Hilfsstoffe wie Vitamin B6 erforderlich.
Histamin aus der Nahrung
Darüber hinaus kommt Histamin in verschiedenen Lebensmitteln vor. Es ist vor allem in gereiften und fermentierten Produkten wie Rotwein, altem Käse und bestimmten Fischsorten enthalten. Während des Reifungs- oder Fermentationsprozesses wandeln Bakterien Histidin in Histamin um. Generell gilt daher, dass Produkte, die länger reifen oder fermentieren, mehr Histamin enthalten. Frische Produkte enthalten daher oft weniger Histamin. Schließlich gibt es Lebensmittel, die selbst keine großen Mengen an Histamin enthalten, aber dessen Freisetzung stimulieren können. Diese sogenannten Histaminfreisetzer sind beispielsweise Erdbeeren, Tomaten, Schokolade und Schalentiere.
Die Rolle von Histamin bei Allergien
Histamin ist an der Abwehrreaktion des Körpers beteiligt. Es wird freigesetzt, wenn der Körper eine Substanz als mögliche Gefahr erkennt. Manchmal reagiert der Körper jedoch auf harmlose Substanzen wie Pollen, Hausstaubmilben oder bestimmte Lebensmittel. Diese Substanzen bezeichnen wir als Allergene. Dies erkennen wir beispielsweise bei einer allergischen Reaktion oder bei Heuschnupfen.
Wenn ein Allergen in den Körper gelangt, kann es sich an die Mastzellen binden. Dies funktioniert nach einem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Die Mastzelle setzt daraufhin Histamin und andere Abwehrstoffe frei. Diese Freisetzung löst eine allergische Reaktion aus. Da Mastzellen häufig in der Haut, den Atemwegen und den Schleimhäuten vorkommen, treten Beschwerden oft an diesen Stellen auf. Dazu gehören beispielsweise Ekzeme, Atemnot oder eine verstopfte Nase.
Histaminüberempfindlichkeit
Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber Histamin liegt keine allergische Reaktion vor. Bei einer Überempfindlichkeit liegt das Problem nämlich in der Abbau von Histamin im Darm. Wenn Histamin im Darm nicht richtig abgebaut wird, kann es sich im Körper anreichern. Ein wichtiges Enzym beim Abbau von Histamin aus der Nahrung ist Diaminooxidase (DAO). Dieses Enzym hilft bei der Verarbeitung von Histamin aus der Nahrung und unterstützt so den Abbau von Histamin im Darm.
Kurz gesagt erfüllt Histamin verschiedene Funktionen und löst unterschiedliche Reaktionen im gesamten Körper aus. So kann beispielsweise bei einer Allergie Histamin freigesetzt werden, was zu Hautbeschwerden führt. Darüber hinaus kann es zu einer verminderten.
UK
NL
IT
FR
ES
AU
US
HR